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Ein Polizeibeamter zeigt, wie schnell Einbrecher ein Fenster aufbrechen können.
Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit
Ab Sonntag, 30. Oktober, ticken die Uhren anders. Nicht nur die Dunkelheit bricht eher ein, sondern auch der Straftäter. Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit. Die Polizei hält mit Tagen des Einbruchschutzes dagegen. „Riegel vor“, lautet das Motto.
Christof Hüls

Die Reihe von Informationsveranstaltungen wird fortgesetzt am Freitag, 28. Oktober, von 10 bis 14 Uhr in der Sparkasse Menden. 
Zum Aktions-Wochenende hat die Polizei kurze Filme erstellt. Sie gehen auf die wesentlichen Kernfragen ein - etwa zum Türenkauf oder zu Nachrüst-Möglichkeiten für Fenster, Alarmanlagen oder Hunden als vermeintlichem Einbrecher-Schreck.
Immer wieder geht das Gerücht um, wonach Gauner geheime Zeichen vor oder an Häusern anbringen. Angeblich warnen sich die Straftäter so gegenseitig vor bissigen Hunden oder kennzeichnen lohnende Objekte. Diese "Gaunerzinken" gehören nach Ansicht der Polizei ins Reich der Mythen. Im Märkischen Kreis ist bisher kein solcher Fall bekannt. Kein Einbrecher kündigt sein Kommen an. Im Gegenteil: Die Gauner entscheiden in der Regel auf der Suche nach Objekten spontan und nutzen günstige Gelegenheiten.

Wahre "Gaunerzinken"

Die wahren "Gaunerzinken" sehen anders aus: Überquellende Briefkästen, auch tagsüber heruntergelassene Rollläden oder den ganzen Tag über nicht von der Straße geholte Mülltonnen. Sie erhöhen das Risiko eines Einbruchs enorm.
Das lässt sich mit einfachen Mitteln - vielleicht mit Hilfe netter Nachbarn - minimieren. Wer in Sicherheit investieren will, sollte sich an bestimmten DIN Normen orientieren. Darüber klären die technischen Berater in den Video-Clips auf. Zusätzlich können Wohnungsbesitzer Fragen stellen: Als Kommentare unter den Facebook-Beiträgen oder telefonisch (siehe unten).

Zahl der Einbrüche steigt wieder

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Zahl der Einbrüche langfristig deutlich zurückgeht. Das liegt sicher auch daran, dass immer mehr Menschen vorbeugen und sich absichern. Einen besonderen Tiefpunkt nahm die Kurve im vergangenen Jahr mit 325 (versuchten) Einbrüchen in Wohnungen. Das sind 37 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Pandemie hat den Einbrechern weniger Spielraum gelassen. 20 Prozent der Einbrüche im vergangenen Jahr wurden aufgeklärt. Das verschafft den Opfern jedoch längst nicht ihr Geld oder ihren wertvollen Familienschmuck zurück. Der Schock über durchwühlte Wohnungen sitzt oft tief.
In diesem Jahr ist leider wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Meist zu Wochenbeginn veröffentlicht die Polizei Karten mit den Wohnungs-Einbrüchen oder Einbruchversuchen der zurückliegenden Woche. Daran lässt sich gut erkennen, ob und wo sich Einbrüche häufen. Zu finden sind die beiden Karten (Nord-MK und Süd-MK) unter https://redaktion-maerkischer-kreis.polizei.nrw/artikel/wohnungseinbruchsradar-0.

Kostenlose Beratung daheim

Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention /Opferschutz ist telefonisch erreichbar unter 02372/9099-5511 und -5512. Wenn die technischen Berater Termine vor Ort wahrnehmen, sind sie nicht persönlich erreichbar. Auf Wunsch erstellen die technischen Berater kostenlos auch daheim bei Ratsuchenden eine Schwachstellenanalyse und machen Verbesserungsvorschläge.
 

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