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Hemer - Tür von Getränkemarkt eingetreten / Schockanruf
Die holte am Mittwochmorgen einen 31-jährigen Mann aus einem Getränkemarkt, in den er eingebrochen war. Eine 92-jährige Frau glaubte Schockanrufern und überreichte den Betrügern Geld.
PLZ
58675
Polizei Märkischer Kreis
Polizei Märkischer Kreis

Ein 31-jähriger Mann hat am Mittwochmorgen gegen 7.45 Uhr die Tür eines noch geschlossenen Getränkemarktes an der Altenaer Straße eingetreten. Zusammen mit zwei nicht angeleinten Hunden betrat er den Laden und nahm diverse Waren aus den Regalen. Als die Polizei eintraf, weigerte er sich, die Hunde anzuleinen. Auch einen Ausweis wollte der alkoholisierte Mann nicht vorzeigen. Als er durchsucht werden sollte, wehrte er sich, befreite sich und kam dann mit erhobenen Fäusten auf die Beamten zu. Die Polizeibeamten überwältigten ihn gegen seinen erheblichen Widerstand. Er konnte erst nach dem Eintreffen von Verstärkungskräften gefesselt und abtransportiert werden. Bei seiner Durchsuchung kam eine Dose mit weißem Pulver zum Vorschein. Während der Untersuchung durch eine Ärztin musste er festgehalten werden. Die Ärztin bescheinigte die Gewahrsamsfähigkeit. Auf Anordnung des Amtsgerichts wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Der 31-Jährige und ein Polizeibeamter erlitten leichte Verletzungen. Der in Hemer gemeldete Mann bekam Strafanzeigen wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nach Schockanruf Geld überreicht 

Eine 92-jährige Hemeranerin hat am Mittwoch nach einem Schockanruf von Betrügern Geld und Schmuck überreicht. Gegen 15 Uhr meldete sich ein Unbekannter bei der Seniorin und behauptete, Polizeibeamter zu sein. Ihre Enkelin habe einen Unfall verursacht, bei dem ein Kleinkind verletzt worden sei. Damit die Enkelin nicht ins Gefängnis komme, müsste eine hohe Geldsumme gezahlt werden. Die Seniorin verlangte, mit ihrer Enkelin sprechen zu können, worauf der falsche Polizeibeamte den Hörer kurz an eine Frau übergab. Die Seniorin glaubte tatsächlich, ihre Enkelin am Telefon zu haben. Die schockierte Großmutter packte darauf Geld und Goldschmuck in eine Tüte und übergab diese eine halbe Stunde später, zwischen 15.38 und 15.40 Uhr, auf der Straße, an der Ecke Rembrandtstraße/Urbecker an eine unbekannte Frau. Die Frau wurde auf etwa 25 Jahre und eine Größe von 1,65 bis 1,70 Meter geschätzt. Die Täter verpflichteten die Seniorin zum Stillschweigen. Erst am Abend, im Gespräch mit anderen Verwandten, flog der Schwindel auf und die Familie holte die echte Polizei.

Die warnt noch einmal vor dieser Art von Betrug. Die Täter setzen bewusst darauf, ihre Opfer in Panik zu versetzen und zu verwirren. Dabei bauen sie einen extrem starken psychologischen Druck auf, dem immer wieder sogar Senioren erliegen, denen diese Betrugsmasche eigentlich bekannt ist. Die Betrüger reagieren flexibel auf die Situation ihrer Opfer und halten diese in vielen Fällen extrem lange am Telefon. 

Rat der Polizei: Auflegen!

Der Rat der Polizei lautet: Einfach auflegen bei solchen Anrufen! Wer sicher gehen will, der kann in Ruhe bis 10 zählen – damit der alte Anruf definitiv beendet ist – durchatmen und dann die echte Polizei oder Verwandte anrufen. Eine angebliche Kaution, wie die Täter immer wieder erklären, gibt es in Deutschland nicht. Polizeibeamte nehmen auch kein Bargeld entgegen. (cris)

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